Engel

Wer zu Lebzeit gut auf Erden
wird nach dem Tod ein Engel werden
den Blick gen Himmel fragst du dann
warum man sie nicht sehen kann

Erst wenn die Wolken schlafengehn
kann man uns am Himmel sehn
wir haben Angst und sind allein

Gott weiss ich will kein Engel sein

Sie leben hinterm Sonnenschein
getrennt von uns unendlich weit
sie mussen sich an Sterne krallen (ganz fest)
damit sie nicht vom Himmel fallen

Erst wenn die Wolken schlafengehn
kann man uns am Himmel sehn
wir haben Angst und sind allein

Gott weiss ich will kein Engel sein

Erst wenn die Wolken schlafengehn
kann man uns am Himmel sehn
wir haben Angst und sind allein

Gott weiss ich will kein Engel sein


Engel (English Version)

Live in virtue, no desire
In the grave an angel's choir
You look to heaven and wonder why
No one can see them in the sky

Just as the clouds have gone to sleep
Angels can be seen in heaven's keep
Alone in fear they question why
Goddamn not an angel when I die

Angels live, they never die
Apart from us, behind the sky
They're fading souls who've turned to ice
So ashen white in paradise

Just as the clouds have gone to sleep
Angels can be seen in heaven's keep
Alone in fear they question why
Goddamn not an angel when I die

Goddamn an angel when I die
Heaven must be hell in the sky


Seemann

Komm in mein Boot
ein Sturm kommt auf
und es wird Nacht

Wo willst du hin
so ganz allein
treibst du davon

Wer halt deine Hand
wenn es dich
nach unten zieht

Wo willst du hin
so uferlos
die kalte See

Komm in mein Boot
der Herbstwind halt
die Segel straff

Jetzt stehst du da an der Laterne
mit Tranen im Gesicht
das Tageslicht fallt auf die Seite
der Herbstwind fegt die Strasse leer

Jetzt stehst du da an der Laterne
hast Tranen im Gesicht
das Abendlicht verjagt die Schatten
die Zeit steht still und es wird Herbst

Komm in mein Boot
die Sehnsucht wird
der Steuermann

Komm in mein Boot
der beste Seemann
war doch ich

Jetzt stehst du da an der Laterne
hast Tranen im Gesicht
das Feuer nimmst du von der Kerze
die Zeit steht still und es wird Herbst

Sie sprachen nur von deiner Mutter
so gnadenlos ist nur die Nacht
am Ende bleib ich doch alleine
die Zeit steht still
und mir ist kalt


Bueck Dich

Bueck dich befehl ich dir
Wende dein antlitz ab von mir
Dein gesicht ist mir egal
Bueck dich

Ein zweibeiner auf allen vieren
Ich fuehre ihn spazieren
Im passgang den flur entlang
Ich bin enttaeuscht

Jetzt kommt er rueckwaerts mit entgegen
Honig bleibt am strumpfband kleben
Ich bin enttaeuscht
Total enttaeuscht

Bueck dich
Das gesicht interessiert mich nicht

Der zweibeiner hat sich gebueckt
In ein gutes licht gerueckt
Zeig ich ihm was man machen kann
Und fang dabei zu weinen an

Der zweifuss stammelt ein gebet
Aus angst weil es mir schlechter geht
Versucht sich tiefer noch zu buecken
Traenen laufen hoch den ruecken

Bueck dich

Bueck dich befehl ich dir
Wende dein antlitz ab von mir
Dein gesicht ist mir egal
Bueck dich noch einmal

Bueck dich


Klavier

Sie sagen zu mir
schliess auf diese Tur
die Neugier wird zum Schrei
was wohl dahinter sei
hinter dieser Tur
steht ein Klavier
die Tasten sind staubig
die Saiten sind verstimmt
hinter dieser Tur
sitzt sie am Klavier
doch sie spielt nicht mehr
ach das ist so lang her

Dort am Klavier
lauschte ich ihr
und wenn ihr Spiel begann
hielt ich den Atem an

Sie sagte zu mir
ich bleib immer bei dir
doch es hatte nur den Schein
sie spielte fur mich allein
ich goss ihr Blut
ins Feuer meiner Wut
ich verschloss die Tur
man fragte nach ihr

Dort am Klavier
lauschte ich ihr
und wenn ihr Spiel begann
hielt ich den Atem an
Dort am Klavier
stand ich bei ihr
es hatte den Schein
sie spielte fur mich allein

Geoffnet ist die Tur
ei wie sie schreien
ich hore die Mutter flehen
der Vater schlagt auf mich ein
man lost sie vom Klavier
und niemand glaubt mir hier
das ich todkrank
von Kummer und Gestank

Dort am Klavier
lauschte ich ihr
und wenn ihr Spiel begann
hielt ich den Atem an
Dort am Klavier
lauschte sie mir
und als mein Spiel begann
hielt sie den Atem an